Das viel diskutierte Konjunkturprogramm zur Ankurbelung der Automobilbranche in der Wirtschaftskrise neigt sich dem Ende zu. Unter dem Namen Umweltprämie ins Leben gerufen, wurden fünf Milliarden Euro von der Bundesregierung im Rahmen des Konjunkturpakets 2 zur Verfügung gestellt. Autos, die mindestens neun Jahre alt waren konnten verschrottet werden und man bekam 2500 Euro beim Kauf eines Neuwagens dazu, der mindestens die Abgasnorm 4 erfüllte. Dies führte natürlich zu vielen unsauberen Geschäftspraktiken, um die Prämien einzukassieren und an dem “Schrottwagen” zusätzlich zu verdienen. So wurden die Altwagen oft nicht etwa verschrottet, sondern als Gebrauchtwagen ins Ausland verkauft.
Für die Verbaucher war das Programm in jedem Fall sehr populär. Durchschnittlich 9000 Anträge gingen pro Tag auf der Internetplattform des Bundesamtes für Ausfuhrkontrolle und Wirtschaft (Bafa) ein, seit vergangenen Montag gab es nochmal einen Endspurt: von Mitteln für 37.000 Anträge am Montagmorgen waren Dienstag abends um zehn gerade mal noch 4.382 übrig. Am heutigen Mittwoch wird also aller Wahrscheinlichkeit nach das Kontingent erschöpft sein. Es wurde dann fast zwei Millionen mal die Umweltprämie gewährt, eine Aufstockung oder Verlängerung wird es nicht geben.
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