Heute hat in Kopenhagen der Weltklimagipfel begonnen, dessen erklärtes Ziel es ist, ein internationales Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll zu beschließen. Das Kyoto-Protokoll wurde 1997 als Zusatz zur Klimarahmenkonvention der UNO beschlossen, trat 2005 in Kraft und wird 2012 auslaufen. An den Verhandlungen in Kopenhagen sind Vertreter aus 192 Ländern beteiligt. Das ist einerseits erfreulich, da man den Klimawandel anscheinend als gemeinsames, ernstes Problem begriffen hat. Andererseits prallen doch sehr extreme Positionen aufeinander, die ein sinnvolles Abkommen zu einer gigantischen Herausforderung werden lassen. Hinzu kommt, dass auch unter den Experten umstritten ist, was wohl die beste Strategie im Kampf gegen den Klimawandel ist
Ein grundsätzlich zu bedenkender Aspekt bei allen Maßnahmen zur Vermeidung von CO2 Emissionen ist die Ökonomie: Wenn wir wie z.B. bei dem deutschen Projekt der Solarzellenförderung für Hausdächer pro vermiedener Tonne CO2 716 Euro zahlen und daruch Schäden in der Größenordnung von etwa 4 Euro vermeiden, ist das keine effiziente Verwendung des Geldes. Würde eine global einheitliche Emissionssteuer von 45 Euro pro Tonne CO2 erhoben, dann würde dies das globale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2100 um 12,9 Prozent schmälern – das macht pro Jahr ein Verlust von 27 Billionen Dollar. Dem gegenüber stehen geschätzte jährliche Schäden von zwei Billionen pro Jahr. Die entscheidende Frage ist, durch welche Maßnahmen man die Schäden vermeiden kann ohne ein vielfaches an Geldern aufzubringen, als überhaupt Schäden verursacht werden.
Da dies ein sehr umfangreiches Thema ist, werde ich in den nächsten Tagen einige Beiträge hierzu verfassen.
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