Dez

22

2008

Wirtschaftskrise 2008 – Probleme der US Autobauer Ford, General Motors, Chrysler

Abgelegt in Allgemein

Die im letzten Beitrag angesprochenen Absatzschwierigkeiten der Automobilbranche waren für die US-Autobauer Ford, General Motors und Chrysler sicher nicht die Ursache aller Probleme. Vielmehr deckte die Finanzkrise mit ihren Folgen für Konsum und Kreditvergabe endgültig auf, was viele Fachleute schon lange wussten: Die US-Automobilbranche ist voll von strukturellen Problemen und ohne dauernde Unterstützung der Banken verloren.

Eines dieser strukturellen Probleme liegt in der Produktpolitik. Hier wurde eine Trendwende im Käuferverhalten schlichtweg verschlafen: Trotz abzusehender massiver Ölpreissteigerungen und des zunehmenden öffentlichen Klimabewusstseins setzte man gerade bei General Motors auf viel Hubraum, viel Drehmoment, viel Spritverbrauch. Um die Absatzschwierigkeiten zu kaschieren wurden die Vertragshändler mit Lieferungnen überhäuft, bis ihre Flächen überquollen, da die realen Verkäufe weit unter dem Produktionsausstoß des Herstellers lagen. Trotz immer weiterer roter Zahlen wurde nicht wirklich strikt saniert und der Konzern neu ausgerichtet, sondern ein überholtes Konzept mit Krediten am Leben erhalten.

Als dann die Kredite nicht mehr so leicht zu kriegen waren, weil die Banken sich plötzlich nicht noch mehr Risiken leisten konnten, brach das Kartenhaus zusammen.

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