Hat man heute morgen einen Blick auf Spiegel.de geworfen, konnte man dort eine amüsante Meldung lesen: China mahnt die Importnationen an, ihre Märkte nicht abzuschotten und keinen neuen Handelsprotektionismus zu betreiben. China. Ein Land, das ausländischen Firmen nur gestattet, Joint-Ventures im eigenen Land zu gründen, an denen der Chinesische Staat maßgebliche Anteile erhält.
Ein Land, in dem diese Joint-Ventures keine lange Überlebenschance haben, weil die von ausländischen Unternehemen gut geschulten chinesischen Mitarbeiter nach wenigen Jahren mitsamt ihrem Know-How in Staatsbetriebe abwandern, welche dann exakt das gleiche Produkt anbieten – nur ohne dass die Erfinder daran mitverdienen. Ein Land, das durch Gesetze und beeinflusste Gerichtsverfahren fördert, dass einheimische Firmen systematisch internationale Patente kopieren, in China als Eigenpatente anmelden und fortan die eigentlichen Patenteigentümer mit derben Strafen rechnen müssen, wenn sie es wagen, ihre eigenen Produkte nach China zu importieren – dort verstoßen sie nämlich gegen das Patentrecht.
Es ist der blanke Hohn, dass solch ein Land die Weltgemeinschaft vor Handelsprotektionismus warnt. Angst hat das Regime in Peking vorallem davor, dass die Wanderarbeiter, von denen durch den eingebrochenen Export 26 Millionen arbeitslos sind, aufmüpfig werden. Die Exporte in die USA sanken im Januar im Vergleich zum Vorjahr um 21,5 Prozent, nach Europa sogar um 46,9 Prozent.
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