Die Wirtschaftskrise scheint nach Auswertung der Zahlen des zweiten Quartals durch das statistische Bundesamt die Talsole überwunden zu haben. Im Vergleich zum ersten Quartal 2009 stieg das Bruttoinlandsprodukt um 0,3 Prozent. Wirtschaftsexperten waren jedoch überrascht, dass nach vier Rückgängen in Folge jetzt schon ein konjunktureller Aufschwung zu verzeichnen war. Sie hatten mit einem weiteren Rückgang von etwa 0,2 Prozent gerechnet. Kalenderbereinigt lag das Bruttoinlandsprodukt aber 6,9 Prozent unter dem Niveau des zweiten Quartals des Vorjahres. Dies verdeutlicht, wie massiv der Rückgang der Wirtschaftsleistung infolge der globalen Wirtschaftskrise war.
Auch in Frankreich ist das Bruttoinlandsprodukt leicht gestiegen. Die realwirtschaftlichen Zahlen lassen zwar auf eine Erholung schließen, laut EZB ist dies jedoch mit Vorsicht zu genießen. Der positive Trend beruht derzeit hauptsächlich auf den Stimulierungsmaßnahmen der Regierungen und der Wiederbefüllung der Lager, die im letzten Jahr abgebaut worden waren.
Auch wenn jetzt die Konjunkturkurve wieder nach oben wandert, wird durch das katastrophal schlechte erste Quartal wohl die Jahresleistung für 2009 noch deutlich unter Vorjahresniveau liegen.
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