Wie heute zu lesen war, haben die beiden großen US-Autohersteller Ford und General Motors für ihre Töchter Saab und Volvo um Finanzhilfen gebenten – bei der Regierung von Schweden. Konkret ist von 248 Millionen Dollar die Rede, welche der Schwedische Staat in Form von Direkthilfe oder Garantien den Autobauern bereitstellen will.
GM, Ford und auch Chrysler verhandeln bereits mit der US-Regierung über Hilfen in Höhe von 35 Milliarden Dollar. Es ist davon auszugehen, dass dafür eine Garantie verlangt wird, die Gelder nicht in ausländische Töchter sickern zu lassen. Folglich müssen diese von den Ländern Stütze erhalten, in denen sie angesiedelt sind.
Die Misere der Megakonzerne birgt einen gewissen Zynismus: Jene, welche sich immer heftigst gegen staatliche Regulierung wehren und die Stärke der freien Märkte preisen, kommen nun als Bittsteller zur öffentlichen Kasse. Es ist eben immer leicht zu sagen, dass die Märkte ineffiziente Unternehmen bereinigen. Gehört man selbst zu den “Bereinigten”, lässt man sich dann doch lieber die eigenen Fehler mit Steuergeldern ausbessern.
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