Nov

4

2009

Opel wird doch nicht verkauft

Abgelegt in Marktbericht

Die mehr oder minder überraschende Nachricht wurde nach der Verwaltungsratssitzung von General Motors am Dienstag bekanntgegeben: Opel wird nicht an das Magna-Konsortium verkauft. Monatelanges Tauziehen und eine Verhandlung nach der anderen unter Beteiligung von Beauftragten diverser Regierungen, Arbeitnehmervertreter, Konzernvertreter – alles für die Katz. Doch wie geht es nun weiter?

Zuerst soll GM den Überbrückungskredit der Bundesregierung zurückzahlen, stolze 1,5 Milliarden Euro. Dies wurde auch zugesichert. Als Gründe für den überraschenden Rückzug aus den Verhandlungen gab der GM-Verwaltungsrat an, dass sich das internationale Geschäftsklima zugunsten von GM verbessert hätte und Opel in Puncto globaler Strategie und Entwicklung unentbehrlich sei.

In Deutschland herrscht wenig Freude über die Entscheidung. Stimmen aus den betroffenen Landesregierungen zeigen, dass man der Überlebensfähigkeit General Motors mistraut und längerfristig um den Standort Deutschland und die mit Opel verbundenen Arbeitsplätze fürchtet.

GM kündigte an, in bälde der Bundesregierung einen Umstrukturierungsplan vorzulegen und auch um finanzielle Unterstützung bitten zu wollen. Man bezifferte den Kapitalbedarf auf rund 3 Milliarden Euro, was deutlich weniger sei, als die Investorenangebote. Wir dürfen gespannt sein, welche Summen dem Steuerzahler tatsächlich abgeknöpft werden und was die Sanierung dem Standort Deutschland für einen Nutzen bringen wird. Denn eines steht fest: General Motors wird in erster Linie die heimischen Standorte stärken. Und die sind in den USA, nicht in Europa.

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