Von Elstern und Steuersümpfen: so gelingt die Steuererklärung

Steuererklärung abgeben - Steuersoftware Elster - Arbeitserleichterung für Steuerzahler und Finanzbeamte
Steuererklärung abgeben: die Steuersoftware Elster soll Steuerzahlern und Finanzbeamten die Arbeit erleichtern.

Deutsches Steuerrecht: Überforderung für Steuerzahler und Finanzbeamte?

Ende Mai sollte wieder die Steuererklärung des Vorjahres fristgerecht beim Finanzamt eingereicht werden. Meist ein Graus für viele Steuerzahler, da das System schwer zu durchschauen und das Zusammentragen aller Informationen zeitaufwendig ist. Immer mehr Privatpersonen und Unternehmen benötigen professionelle Unterstützung bei der Erstellung von Buchführung, Lohnabrechnung oder Steuererklärung. Viele im Inland tätige Unternehmen lagern ihre Aktivitäten aus, wodurch das Wirtschaftswachstum im Land verringert wird und dem Fiskus Steuereinnahmen entgehen. Dennoch ist keine Änderung in Sicht. Ganz im Gegenteil, man hat das Gefühl von Jahr zu Jahr in einen tieferen Steuersumpf einzusinken. Wir möchten Sie etwas mehr mit dem deutschen Steuersystem vertraut machen und mit einigen Tipps Einsparungsmöglichkeiten aufzeigen.

Papierlose Steuererklärung ELSTER: der diebische Vogel

Die Zeiten des Papiers sind im Computerzeitalter längst vorüber. Mit ELSTER sollte die papierlose Steuererklärung eingeführt werden. Die Ironie, dass diese ELektronische STeuerERklärung, abgekürzt ELSTER, gleichzeitig der Name eines diebischen Vogels ist, bleibt wohl selten unbemerkt. Doch welche Vorteile soll dieses Verfahren gegenüber der herkömmlichen Steuererklärung haben? Die Idee war eine unbürokratische, schnelle und einfachere Steuererklärung. Doch im Endeffekt ist auch mit ELSTER das Steuersystem weder einfacher noch übersichtlicher geworden und ganz ohne Papier geht es leider trotzdem nicht. Denn auch weiterhin benötigt das Finanzamt Belege und Erklärungen zu steuerreduzierenden Aufwendungen. Das Ziel der elektronischen Variante war außerdem eine schnellere Bearbeitung der zahlreichen Steuererklärungen, doch auch die Finanzbeamten haben immer wieder mit wechselnden Gesetzestexten zu kämpfen. Dementsprechend sollten Sie auch weiterhin Geduld aufbringen.

Ein guter Steuerberater nimmt Ihnen Arbeit ab

Sie möchten sich weder mit einem vermeintlich diebischen Vogel noch mit einem Dickicht aus Vorgaben und Richtlinien auseinandersetzen oder sind schlichtweg mit dem Themengebiet überfordert? In diesen Fällen finden Sie als Arbeitnehmer Unterstützung in Lohnsteuerhilfevereinen und als Selbstständige bei einem Steuerberate.
Um den zahlreichen Richtlinien, Verordnungen, Erlassen und Gerichtsurteilen, die das Deutsches Steuerrecht zusätzlich erschweren, gerecht zu werden, schließen sich immer mehr Steuerberater zusammen. Somit können sie sich auf einzelne Schwerpunkte des Steuerrechts fokussieren und ihren Mandanten eine bestmögliche Vertretung gegenüber dem Finanzamt bieten.

Einsparungstipp bei der Steuererklärung: Kontoführungsgebühren von den Steuern absetzen

Zahlreiche Ausgaben, die steuerlich geltend gemacht werden könnten, werden immer wieder aus Unwissenheit der Steuerpflichtigen nicht von der Steuer abgesetzt. Ein Beispiel hierfür ist die Kontoführungsgebühr. Hier geht es zwar nicht um große Summen, aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist.
Bei der Angabe der Kontoführungsgebühr handelt es sich um eine Pauschalangabe. Das bedeutet, dass jeder Steuerzahler ohne Nachweis 16€ im Jahr für die Führung seines Girokontos absetzen kann. Sogar wenn der eigentliche Betrag der Kontoführung geringer ist! In diesem Fall können also Sie die Elster spielen und ein paar zusätzliche Euros einsparen. Aber auch bei höheren Kontoführungsgebühren können diese Ausgaben mit einem Nachweis von der Steuer abgesetzt werden. Diese Ausgaben werden als Werbungskosten geltend gemacht, wenn diese den Pauschalbetrag von 920€ überschreiten.

Auch berufstätige, werdende Eltern können bei der Steuererklärung sparen

Seit 2007 gibt es für berufstätige Eltern die Möglichkeit Elterngeld nach der Geburt des Kindes in Anspruch zu nehmen. Dieses soll den Einkommensverlust im ersten Jahr der Kindererziehung auffangen. Dabei ist das Geld nicht an ein Elternteil gebunden, bemisst sich jedoch zu 67% am durchschnittlichen Nettoeinkommen des Vorjahres des entsprechenden Elternteils. Die Auszahlung liegt bei 300€ bis 1.800€ pro Monat.
Bei frühzeitiger Planung eröffnen sich somit für verheiratete Paare die Möglichkeit, die Steuerklassen zu wechseln und ordentlich bei der Steuererklärung zu sparen. Es empfiehlt sich, für den Elterngeldbeziehenden in die niedrige Steuerklasse 3 zu wechseln, während der andere Elternteil in die hoch besteuerte Klasse 5 wechselt. Somit lässt sich deutlich mehr Elterngeld beziehen. Dieser Wechsel sollte idealerweise ein Jahr vor der geplanten Geburt und vor dem Antrag auf Elterngeld durchgeführt werden und lohnt sich nur, wenn beide Elternteile etwa gleich viel verdienen.
Die Steuerklasse können Sie generell einmal im Jahr ohne Angabe von Gründen bei Ihrer Gemeindeverwaltung wechseln. Somit können Sie nach der Geburt wieder problemlos in Ihre gewohnten Steuerklassen zurück, haben aber bei der Steuer gegebenenfalls einiges eingespart.

Im Dickicht des deutschen Steuerrechts den Überblick behalten

Mittlerweile gibt es neben Steuerberatern auch sehr gute Internettools, die Ihnen als Privatperson bei der Erstellung der Steuererklärung helfen. Beispielsweise unterstützt Sie die Internetseite steuertipps.de mit einem Rundumpaket. Sie können Tipps anfordern oder mit einem Programm direkt Schritt für Schritt Ihre Steuererklärung erstellen und dank ELSTER diese mit einem Klick an das Finanzamt senden.
Unser wichtigster Tipp für Sie: schrecken Sie nicht vor einer Steuererklärung und dem unübersichtlichen deutschen Steuerrecht zurück und nutzen Sie die vielen Möglichkeiten der Unterstützung, denn sonst wird schnell das Finanzamt zur Elster und Ihnen entgehen deutliche Summen an Geld, das Ihnen zustehen würde.

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