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	<title>FINANZ-BLOG.EU &#187; Griechenlandkrise</title>
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	<description>Aktuelles aus der Finanzbranche</description>
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		<title>Schuldenschnitt für Griechenland: Banken erlassen die Hälfte der Schulden</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 09:19:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim gestrigen EU-Gipfel in Brüssel kam es nach stundenlangen Verhandlungen endlich zu einer Einigung der EU-Länder. Im Mittelpunkt des Gipfels stand die Frage nach dem weiteren Vorgehen bezüglich der Schuldenkrise in Griechenland. Die Staats- und Regierungschefs der Länder der Eurozone einigten sich letztendlich mit den Banken auf einen teilweisen Schuldenerlass für Griechenland. Die privaten Gläubiger, wie Banken und Versicherungen, wollen auf 50% ihrer Forderungen verzichten, was einem Schuldenerlass von rund 100 Milliarden Euro entspricht.<span id="more-1371"></span></p>
<p>Die Abwicklung des Schuldenschnittes soll durch einen Tausch alter Staatsanleihen gegen Neue erfolgen. Um die neuen griechischen Staatsanleihen zu sichern, wollen die Euro-Staaten den Griechen 30 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Zudem erhält Griechenland im Rahmen des zweiten EFSF-Rettungspaketes bis zum Jahr 2014 nochmals 100 Milliarden Euro. </p>
<p><strong>Banken benötigen frisches Kapital für EFSF-Rettungsfonds</strong><br />
Damit die Banken die Milliardenverluste durch den Schuldenerlass verkraften können, ist eine Aufstockung des Kapitals nötig. Um die so genannte Kernkapitalquote auf 9% anzuheben, benötigen 91 europäische Großbanken rund 106 Milliarden Euro, die von privaten Investoren bereit gestellt werden. </p>
<p><strong>EFSF soll künftig durch umstrittene Hebelwirkung gestärkt werden</strong><br />
Der EFSF Krisenfonds soll künftig um die vier- bis fünffache Höhe, auf rund eine Billion Euro erhöht werden, um in Zukunft in Krisenzeiten, die beispielsweise durch hoch verschuldete Länder, wie Italien und Spanien, entstehen, gewappnet zu sein. Die Vervielfachung des EFSF Krisenfonds soll durch die umstrittene Hebelwirkung funktionieren, wobei sich allerdings das Verlustrisiko der Krisenstaaten im Falle einer Pleite, deutlich erhöht. Der bislang bestehende Garantierahmen Deutschlands in Höhe von 211 Milliarden Euro soll auch in Zukunft unverändert bleiben.</p>
<p>Die Einigung auf dem EU-Gipfel wurde von allen Teilnehmern begrüßt, obwohl sich Finanz-Experten im Vorfeld äußerst kritisch zu der so genannten Hebelwirkung geäußert hatten. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand vor allem die Kritik, dass der Zeitraum, um derartig schwerwiegende Entscheidungen zu treffen, viel zu kurz gewesen sei. Im Normalfall wäre ein Zeitraum von mehreren Monaten nötig gewesen, um die Tragweite der Schuldenkrise, die Erhöhung des EFSF sowie die damit verbundene Hebelwirkung, einschätzen zu können.</p>
<p>Da Griechenland jedoch kurz vor der Staatspleite steht, sei die Entscheidung mehr oder weniger über das Knie gebrochen worden. Bleibt zu erwarten, welche Folgen der Schuldenschnitt Griechenlands für die Länder der Eurozone hat. </p>
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		<title>Krise in Griechenland: Die Heuschrecken sichern ihre Investitionen in Griechenland</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jul 2011 13:49:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit Ende letzter Woche ist es amtlich. Das neue Rettungspaket für Griechenland ist zusammengestellt! Ein Grund zu Feiern? Ja, aber nur für die Großinvestoren und Diejenigen, die ein starkes Interesse am Fortbestehen des Euro haben. Dabei sind die beschlossenen Maßnahmen nicht geeignet, um Griechenland dauerhaft wirksame Hilfen zur Verfügung zu stellen, sondern es wird, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Ende letzter Woche ist es amtlich. Das neue Rettungspaket für Griechenland ist zusammengestellt! Ein Grund zu Feiern? Ja, aber nur für die Großinvestoren und Diejenigen, die ein starkes Interesse am Fortbestehen des Euro haben. Dabei sind die beschlossenen Maßnahmen nicht geeignet, um Griechenland dauerhaft wirksame Hilfen zur Verfügung zu stellen, sondern es wird, wie immer, nur ein neues Pflaster auf die eitrige Wunde geklebt, denn die Maßnahmen dienen nur dazu, die Zahlungsfähigkeit Griechenlands für eine gewisse Zeit aufrecht zu erhalten.<span id="more-1179"></span></p>
<p>Von den angekündigten, marshallplanähnlichen Maßnahmen ist im Zuge der Verhandlungen nicht viel übrig geblieben. Doch genau solche Maßnahmen hätte <a href="http://blog.windfluechter.net/content/blog/2011/06/21/1164-die-griechenland-krise-der-eu">Griechenland</a> jetzt gebraucht, um langfristig wieder Fuß fassen zu können.<br />
Leider kollidieren solche Maßnahmen mit dem Euro-Plan und der immer noch im entstehen begriffenen Euro-Zone, auch wenn die Münzen schon geraume Zeit in unseren Taschen klimmpern.</p>
<p><strong>Was ist wirklich in Griechenland geschehen?</strong><br />
Über einen Zeitraum von vielen Jahren wurde Griechenland in einen Zustand der Überschuldung gebracht. Die als Gläubiger fungierenden Großinvestoren, warfen mit dem Geld nur so um sich, was sie sich seit Abschaffung des Goldstandards auch locker leisten konnten. Es war praktische eine Geldschöpfung (nicht Wertschöpfung!!!) aus dem Nichts möglich geworden. Die Zinsen waren niedrig und die Welt schien schön und bunt.</p>
<p>Dabei ging es den Großinvestoren nie darum, ihr Geld von den Staaten zurück zu bekommen, aber auf die Rückzahlung der auflaufenden Zinsen bestanden sie. Gnade Gott dem Staat, der da Fisimatenten machte. So wie jetzt Griechenland.</p>
<p>Im Zuge der Wirtschaftskrise kam es zu diesen Zahlungsschwierigkeiten.<br />
Eine Zeit lang, konnte Griechenland dies noch mit der Ausgabe von Staatsanleihen auffangen, als aber die Ratingagenturen damit begannen Griechenlands Bonität immer weiter herab zu stufen, tat sich ein wahrer Teufelskreis auf.</p>
<p>Wollte Griechenland Geld leihen, waren die Zinsen auf einem extrem hohen Niveau, wenn Griechenland Geld verlieh, gab es dafür nur &#8216;nen Appel und &#8216;n Ei&#8230;<br />
Jetzt wurde die Schraube richtig angezogen und Griechenland wurde mit einem Staatsbankrott bedroht. Man hatte das Land in die Ecke getrieben und begann nun es es auszupressen. Die Rechnung sollten die griechischen Bürger mit massiven Abstrichen in ihrer Lebensführung bezahlen. Als die Griechen nicht mehr zahlen konnten, sollten die Länder der Eurozone einspringen, was diese auch beim ersten Rettungspaket pflichtgemäß und notgedrungen tat.</p>
<p>Beim zweiten Versuch Griechenlands Finanzen zu konsolidieren, wackelte die Eu jedoch bedenklich mit dem Kopf und forderte eine Unterstützung der Banken oder als privat bezeichnete Anleger. Den eigentlichen Verursachern der Krise!<br />
Diese wehrten sich mit Händen und Füßen, wählten dann aber das kleinere Übel und verzichteten so auf einen Teil Ihrer Verbindlichkeiten.</p>
<p>Doch tatsächlich hatten sie damit Ihren größten Coop gelandet. Für die restlichen Investitionen haftet jetzt Deutschland und die EU (sic!!!) und somit wir alle!!!<br />
Aus Sicht der Banken genial!</p>
<p>Wenn man jetzt noch bedenkt, dass Griechenland viele staatseigene Betriebe wie Fluggesellschaften und Häfen verkaufen muss um, die Sparziele der EU einzuhalten und wenn man dann noch weiß, dass es dieselben Großanleger sind, die diese Betriebe jetzt für eine Handvoll Kleingeld an sich reißen, kann einem wirklich schlecht werden.</p>
<p>Um den Euro zu retten sprangen Länder wie Deutschland als Kapitalgeber ein.<br />
Aber halt!<br />
Deutschland ist ja nicht Kapitalgeber, sondern bürgt nur für die Schulden Griechenlands. Zahlen müssen wir erst, wenn Griechenland dies nicht mehr kann.<br />
Wie Eingangs erwähnt, wurde Griechenland aber nicht geholfen dauerhaft auf die Beine zu kommen, sondern man verschaffte sich lediglich Zeit.<br />
Im Klartext: Die Katastrophe ist nicht abgewendet, sondern nur aufgeschoben.</p>
<p><strong>Was passiert nun, wenn es Griechenland nicht gelingt auf die Beine zu kommen?</strong><br />
Dann kommen auch auf deutsche Steuerzahler und Rentner harte Zeiten zu.<br />
Deutschland ist dann in der unangenehmen Situation, riesige Milliarden-Summen auf den Tisch der Banken zu packen. Finanziert wird dies natürlich aus Steuermitteln.</p>
<p>Auch wenn dies erst mit der Aufnahme neuer Kredite verzögert wird, am Ende zahlen wir kleinen Leute die Zeche, denn auch diese Kredite werden aus Steuergeldern zurückgezahlt. Und es ist ein Irrglaube, dass es die Generation der Kinder und Enkel treffen wird. Wir selbst, jeder unter 50, werden diese Konsequenzen am eigenen Leib erfahren.</p>
<p>Wenn deutsche Steuerzahler und Rentner heute schon für die aktuellen Beschlüsse unserer Bundesregierung zahlen müssten, würde ein Aufschrei durch das Land gehen. Die Kürzungen im Bereich der Sozialleistungen, Renten, Beamtengehälter wären dramatisch! Wir würden uns dies niemals gefallen lassen.<br />
Doch so hypothetisch wie eben geschrieben, ist der Sachverhalt gar nicht.<br />
Es ist keine Frage, ob er kommt, sondern wann!</p>
<p>Doch im Moment stehen wir da wie eine Herde Schafe und sehen zu, wie man uns das Heu für den Winter aus der Scheune trägt.<br />
Es wird sich zeigen, wie lange noch&#8230;</p>
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		<title>Griechenlandkrise:  Griechenland ist zur Plünderung freigegeben</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jul 2011 10:15:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für die Großverdiener an den Weltmärkten ist im Augenblick Goldgräberstimmung in Griechenland, auch wenn in den Börsennachrichten mit betretener Miene die desolate Lage bedauert wird. Nachdem die von der EU und EZB geforderten „Reformpakete“ mit diversen Sparmaßnahmen, gegen den mehrheitlich erklärten Willen der Griechen durch das Parlament gebracht wurde, stehen den internationalen Heuschrecken Tür und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für die Großverdiener an den Weltmärkten ist im Augenblick Goldgräberstimmung in Griechenland, auch wenn in den Börsennachrichten mit betretener Miene die desolate Lage bedauert wird. Nachdem die von der EU und EZB geforderten „Reformpakete“ mit diversen Sparmaßnahmen, gegen den mehrheitlich erklärten Willen der Griechen durch das Parlament gebracht wurde, stehen den internationalen Heuschrecken Tür und Tor offen.<span id="more-1144"></span></p>
<p><strong>Sparmaßnahmen durch Privatisierung</strong><br />
Denn mit den Sparmaßnahmen, gegen die per se erst einmal nichts einzuwenden ist, wurden auch massive Privatisierungen mit beschlossen. <a href="http://meindemokratieblog.de/2011/06/15/privatisierung-lasst-euch-nicht-fur-dumm-verkaufen/">Privatisierung</a> bedeutet aber nichts anderes, als dass aus Steuermitteln finanzierte griechische Staatseigentümer verschleudert werden. </p>
<p>Die Rede ist von Airlines, Häfen und Ähnlichem. Insgesamt sollen zusammen durch die Sparmaßnahmen und Verkäufe 50 Milliarden Euro eingespart werden. Und jetzt wird der kundige Leser das erste Mal hellhörig werden. Nur 50 Milliarden Euro für das alles zusammen? Der durchschnittliche Listenpreis für eine Boeing 737 beträgt schon 65 Millionen Dollar. Bei den Sparmaßnahmen ist von Airlines (Plural), Häfen und Industrieanlagen die Rede.<br />
Zusätzlich zu dem, was dem griechischen Volk abgepresst wird. Da müsste die Einspar-Summe eigentlich viel größer sein, wenn man gerecht und real rechnet.<br />
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.</p>
<p>Wie konnte es zu einer solchen Situation kommen?<br />
Die Banken haben den Staaten jahrelang ihr Geld förmlich aufgedrängt. Kredite gab es für Staaten an jeder Straßenecke. Möglich wurde dies, als die Banken (allen voran die FED) den Goldstandard als Gegenwert für Papiergeld abschafften.<br />
Musste vorher für jeden ausgegebenen Dollar ein entsprechender Gegenwert in Gold im Tresor der Bank lagern, so war es jetzt möglich geworden, Geld praktisch aus der Luft zu schöpfen. Mit diesem Geld wurden die Staaten versorgt. Es wurde auch nie erwartet, dass diese Kredite zurückgezahlt werden. Aber auf die Rückzahlung der Bank Zinsen wurde bestanden!</p>
<p>Wenn jetzt immer von Schulden-Konsolodierung die Rede ist, ist nie die Rückzahlung der Kredite gemeint, sondern die Zahlung der Zinsen an die internationalen Bankenkartelle und Fonds.</p>
<p>Wenn die Staaten dann irgendwann in einen Zustand der Überschuldung gebracht sind, reicht es aus, dass Ratingagenturen oder früher die Börse noch ein paar böse Nachrichten streuen und das Spiel ist aus.</p>
<p>Jetzt kommen die EU und EZB als vermeintliche Retter mit ihren Milliarden.<br />
Tatsächlich fungieren sie  aber als Türöffner für die internationalen Finanz-Heuschrecken.</p>
<p>Im Klartext wurde den Griechen nämlich gesagt, verkauft was ihr habt und das Ganze für „&#8217;n Appel und &#8216;n Ei“ oder es gibt keine Kredite mehr. In Deutschland ist dies schon vor einigen Jahren unter der Flagge der Globalisierung geschehen und Jeder kann sich an den Verkauf der Bundespost und -bahn erinnern. Danach kam noch der Dreh mit der Telekom-Aktie und einige wenige Finanzmangnaten hatten sich große Teile des deutschen Volksvermögens angeeignet.</p>
<p>Warum soll man sich mit Firmen und Konzernen aufhalten, wenn man ganze Volkswirtschaften und das private Sparvermögen der Leute als Dreingabe haben kann?</p>
<p>Dem griechischen Volk jetzt obendrein zur Schuldenkrise noch diesen extrem harten Sparkurs zu verordnen, ist nichts anderes als wenn man den letzten Tropfen Saft aus einer Frucht presst.</p>
<p>Wie ebenfalls in Deutschland bereits geschehen, wie man am Zusammenbruch des Sozialstaates, verrottenden Schulen und Kindergärten sowie an der inneren Sicherheit gut erkennen kann. Deutschland hat damals brav mitgespielt und ist dabei gestorben. Es ist praktisch wie ein Leichnam, der mit Finanzmitteln der EZB künstlich am Leben erhalten wird und später einmal eine gute Abschreibungsfirma für EZB und EU abgeben wird. Den Griechen steht dieses Schicksal gerade bevor.</p>
<p>Das griechische Volk trägt keine Schuld an der desolaten Finanzlage!<br />
Noch ein Satz zum griechischen Volk. Es sind keine verschwenderischen, faulenzenden Bettler, wie es uns die Medien in den letzten Tagen immer wieder einreden wollten. Es sind Opfer wie die Deutschen. Opfer der unglaublichen Geld- und Machtgier einer handvoll Personen. Auch wenn die letztgenannte Gruppe dies oft nicht einsehen will.</p>
<p>Das Institut für Demoskopie Allensbach hatte ab 1955 die Leute zu ihrer Einschätzung ihrer persönlichen wirtschaftlichen Lage befragt. Und obwohl es den Leuten ab den 1970ern schon sehr gut ging, war die Einschätzung bis Mitte der 80er schlecht. Vielleicht braucht der deutsche Bürger wieder so lange, bis er realisiert, dass der Dampfer untergeht.</p>
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		<title>Griechenlandkrise: Was passiert, wenn Griechenland pleite geht?</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 21:46:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Szenario eines drohenden Staatsbankrotts ist in Griechenland nicht mehr ganz von der Hand zu weisen. Die Einstufung der internationalen Ratingagenturen droht von ccc auf D (Wie Default für Zahlungsunfähig) abzusinken.
Stoppen kann diese Entwicklung nur noch die Europäische Zentralbank (EZB), obwohl auch dieser nicht die Handlungsfreiheiten zustehen, die sie gern hätte. Lesen Sie dazu auch, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Szenario eines drohenden Staatsbankrotts ist in Griechenland nicht mehr ganz von der Hand zu weisen. Die Einstufung der internationalen Ratingagenturen droht von ccc auf D (Wie Default für Zahlungsunfähig) abzusinken.<span id="more-1095"></span></p>
<p>Stoppen kann diese Entwicklung nur noch die Europäische Zentralbank (EZB), obwohl auch dieser nicht die Handlungsfreiheiten zustehen, die sie gern hätte. Lesen Sie dazu auch, welchen Einfluß die großen <a href="http://www.finanz-blog.eu/wirtschaftskrise/griechenland-in-der-schuldenkrise-der-einfluss-der-grosen-ratingagenturen.html">Ratingagenturen</a> auf die Griechenlandkrise haben. </p>
<p><strong>Die drohende Zahlungsunfähigkeit Griechenlands</strong><br />
Wir wollen in  diesem Artikel verschiedene Szenarien durchspielen, um zu sehen, was passiert, wenn Griechenland im Juli seinen aktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Bei einer Firma gibt es das Insolvenzrecht für solche Fälle, aber bei einem Staat?</p>
<p>Als erstes würde es vermutlich zu einem Run auf die Banken kommen. Alle Griechen werden versuchen, ihre Spareinlagen abzuheben und bei ausländischen Banken einzuzahlen. Die reichen Griechen haben dies natürlich lange geahnt und haben ihr Schäfchen längst ins Trockene gebracht.</p>
<p>Laut einer Statistik des IWF verloren griechische Banken von Dezember 2009 bis April 2011 etwa 33 Milliarden Euro an Einlagen. Der Run der kleinen Leute hätte mit Gewissheit schlimmere Auswirkungen. So etwas übersteht keine Bank.</p>
<p><strong>Die Einstufung der Ratingagenturen</strong><br />
Doch den Banken droht noch von anderer Seite Gefahr. Durch den Default-Status der Ratingagenturen für den griechischen Staat kann die Europäische Zentral Bank (EZB) laut selbst auferlegter Richtlinien, keine Anleihen oder Ähnliches als Sicherheiten akzeptieren.</p>
<p>Für die Banken bedeutet das praktisch einen Ausschluss aus dem Euro-Zahlungsraum. Sie können von dort kein frisches Geld mehr bekommen.<br />
Zudem halten griechische Banken bei einem Eigenkapitalanteil von 40 Milliarden Euro etwa für 60 Milliarden Euro griechische Staatsanleihen. Sollten diese nur um 50 Prozent einbrechen&#8230;</p>
<p>In Kombination mit einem zu erwartenden Run auf die Bank, wäre dies das Ende der Banken. Problematisch an der Situation ist, dass ohne Banken überhaupt nichts mehr läuft. Die Wirtschaft geht vollends in die Knie.</p>
<p>Wenn dem Einzelnen klar wäre, wie wenig Eigenkapital Banken haben und was für Geschäfte diese machen, Niemand würde freiwillig sein Geld dorthin überweisen lassen.</p>
<p><strong>Sparmaßnahmen in der Griechenlandkrise</strong><br />
Als Nächstes würden massive Sparmaßnahmen verkündet werden.<br />
Da der griechische Staat nicht mehr kreditwürdig ist, kann er nur noch das ausgeben, was er einnimmt. Und da ist im Moment nicht viel.</p>
<p>Die Sparmaßnahmen werden mit großer Sicherheit auch nicht beim Militär oder der Polizei gemacht, denn diese werden gerade jetzt zur Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit gebraucht. </p>
<p><strong>Droht der griechischen Bevölkerung die Armut?</strong><br />
Die Zeche werden, wie immer, die kleinen Leute zahlen. Einschnitte bei Gesundheit, Bildung, Renten, Sozialunterstützungen und Ähnliches, dort wird gespart werden. Und diese Einschnitte werden so massiv sein, dass große Teile der griechischen Bevölkerung in Armut gestürzt werden wird. Und das für die nächsten Jahre.</p>
<p>Nach einer Pleite wird es massive Wiederaufbauhilfe und Konjunkturprogramme geben, doch werden die positiven Auswirkungen lange auf sich warten lassen.<br />
Die Finanziers dieser Programme werden nicht mehr der griechische Staat sein, sondern private Finanziers. Und die wollen möglichst schnell und möglichst viel ihres investierten Geldes wiedersehen. Das griechische Volk, wird zu einem Arbeitstier herab gewürdigt, das die Profite für die Banken einfährt. Lebenslang.</p>
<p>Früher nannte man so etwas Leibeigene oder Sklaven. Doch warum sich mit dem Kauf einzelner Sklaven herumplagen, wenn man ganze Volkswirtschaften in die Hände bekommen kann. Früher war dazu immer ein Krieg nötig. Also einer mit richtigen Granaten und Bomben.</p>
<p>Heute tobt dieser Krieg auf den Finanzmärkten. Die Täter tragen teure Anzüge und machen ihren normalen PC-Job. Doch durch Umverteilung ihrer Vermögen und mit Hilfe der Rating-Agenturen, sind sie in der Lage, von dort aus kontinentale Wirtschaftskrisen auszulösen. Oder Schlimmeres.</p>
<p>Die EU, sprich EZB, steckt jetzt in einem Dilemma. Entweder geht Griechenland Pleite und es wird hingenommen oder die EZB dehnt zum wiederholtem Male ihre eigenen Regeln und stellt weiter Mittel zum Staatserhalt bereit. In beiden Fällen müssten die Banken aber mit Mitteln der EU erhalten werden.</p>
<p><strong>Welche Folgen hätte die Pleite  Griechenlands für den Euro-Raum?</strong><br />
Die Banken und Versicherer dürften mit einem blauem Auge davon kommen. Das hat die französische Bank Natixis errechnet. Auf den deutschen Steuerzahler kommen noch Kosten zur Stützung der staatseigenen Abwicklungsbanken zu. Doch auch die dürften sich im gewohnten Rahmen bewegen.</p>
<p>Wirklich leidtragend wäre die EZB. Die hat insgesamt etwa 400 Milliarden Euro im Pot, von denen aber einige schon abgeschrieben sind. Trotzdem werden wohl einige Milliarden Schaden übrig bleiben. Bis hierhin ist die Schuldenkrise Griechenland zu beherrschen und mit ein paar Einbußen zu stemmen.</p>
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		<item>
		<title>Griechenland in der Schuldenkrise: Der Einfluss der großen Ratingagenturen</title>
		<link>http://www.finanz-blog.eu/wirtschaftskrise/griechenland-in-der-schuldenkrise-der-einfluss-der-grosen-ratingagenturen.html</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Jun 2011 15:42:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über die Macht der großen Ratingagenturen ist im Verlauf der letzten Finanzkrise und der aktuellen Krise in Griechenland, viel geschrieben und gesagt worden.
In den meisten Fällen nur wenig Gutes. Die großen Ratingagenturen tragen einen großen Teil der Schuld an der derzeitigen Lage der Schuldenkrise in Griechenland. 
Was sind eigentlich Ratingagenturen und was machen diese?
Es gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über die Macht der großen Ratingagenturen ist im Verlauf der letzten Finanzkrise und der aktuellen Krise in Griechenland, viel geschrieben und gesagt worden.<br />
In den meisten Fällen nur wenig Gutes. Die großen Ratingagenturen tragen einen großen Teil der Schuld an der derzeitigen Lage der Schuldenkrise in Griechenland.<span id="more-1065"></span> </p>
<p><strong>Was sind eigentlich Ratingagenturen und was machen diese?</strong><br />
Es gibt insgesamt drei große Ratingagenturen, die alle drei in Übersee sitzen.<br />
Diese heißen „Standard &#038; Poor&#8217;s“ (Welche Ironie&#8230;), „Moody&#8217;s“ und „Fitch“.</p>
<p><strong>Ratingagenturen als Privatunternehmen</strong><br />
Die Ratingagenturen sind nicht etwa Einrichtungen des amerikanischen Staates, sondern privatwirtschaftliche Unternehmen.<br />
Diese schätzen für Großanleger, die sich dies nicht zutrauen, die Risiken für Investitionen ein. Kunden sind in der Regel Staaten, Banken und Versicherungen.<br />
Praktisch die Schufa für die dicken Fische im Teich&#8230;</p>
<p>So weit wäre das kein Problem, wenn der Einfluss dieser Ratingagenturen nicht bis an unseren Wohnzimmertisch reichen würde. Zumindest an den der EU und Deutschlands.</p>
<p>Mit diesen Ratingagenturen gibt es drei Probleme.<br />
1. Die Ratings sind beeinflusst<br />
2. Die Ratingagenturen beeinflussen unmittelbar die Finanzpolitik der EU. Als Privatunternehmen!!!!<br />
3.Sie verhindern direkt, dass sich private Unternehmen, sprich Banken und Versicherungen, in Griechenland engagieren. Wir wollen die Punkte hier näher ausführen.</p>
<p><strong>Zu Punkt 1: Die Bonität der USA</strong><br />
Letztendlich entscheiden in diesen Ratingagenturen nur eine Handvoll Leute über das Wohl und Wehe von ganzen Volkswirtschaften und sogar Kontinenten.<br />
Diese „grauen Eminenzen“ benehmen sich wie moderne Cäsaren in der Arena, die mit einem „Daumen hoch“ oder „Daumen runter“ über Leben und Tod der Gladiatoren entschieden. Wie diese zu ihren Urteilen gelangen, gehört zu den bestgehütesten Geheimnissen auf diesem Planeten.</p>
<p>Sicher ist nur eins, es spielen nicht nur die Finanzdaten eines zu beurteilenden Landes eine Rolle. Alle drei Rating-Agenturen sitzen in den USA. Trotz aller großen finanziellen Probleme des Landes hatten die USA bis vor wenigen Wochen noch das Bonität Top-Ranking von AAA. Erst in der letzten Woche wurde die Kreditwürdigkeit auf AA herab gesenkt.</p>
<p>Dabei sind sich alle Experten einig, dass die Bewertung der Bonität deutlich schlechter ausfallen müsste. Jedenfalls nach Lage der Zahlen. Es müssen also auch noch andere Gründe eine Rolle spielen. Ein Schelm, wer jetzt an politische Einflussnahme denkt&#8230;</p>
<p>Für die USA und für die ganze Welt hätte ein schlechteres Kredit Rating wahrscheinlich katastrophale Folgen. Der Tyrann wird nicht still und leise gehen.</p>
<p><strong>Zu Punkt 2: Verlängerung der Laufzeiten</strong><br />
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich selbst in ihrem Handeln an diese Rating-Agenturen gebunden. Momentan geht es für Griechenland darum, dass die Laufzeiten für Kredite verlängert werden. Dies soll dazu dienen, eine finanzielle Entlastung der <a href="http://www.start-trading.de/blog/2010/05/06/schuldenkrise-griechenland-ist-ueberall/">Schuldenkrise</a> Griechenland zu erreichen. Zulassen müsste dies die EZB.</p>
<p><strong>Griechenland vor der Zahlungsunfähigkeit?</strong><br />
Jetzt drohen aber die drei Großen damit, bei einer Laufzeitverlängerung der Griechenland-Anleihen, das Rating für das Land von einem jetzt schon außerordentlich schlechtem ccc auf D für Default, also zahlungsunfähig, herab zu stufen. Laut den Richtlinien, die sich die EZB selbst auferlegt hat, darf sie in einem solchen Fall keine Kredite mehr an Griechenland vergeben.</p>
<p>Im Zirkelschluss ergibt sich folgendes Bild. Durch die USA politisch beeinflusste Ratingagenturen bestimmen über die EZB die Griechenlandpolitik der EU.<br />
Schauerliche Vorstellung! Denn so etwas wäre mit jedem anderen Land auch möglich&#8230;</p>
<p>Dabei sind das keine kontrollierten Insitutionen, sondern nur spezialisierte Fachmedien für Insider. Nach der Lehman brothers-Pleite klagten einige amerikanische Rentenkassen wegen Falschberatung gegen die Agenturen. Diese konnten alle Klagen abschmettern, indem sie sich auf die Pressefreiheit beriefen. Sie selbst bezeichnen sich einfach als Publizisten.</p>
<p>Abhilfe könnte vielleicht eine eigene europäische Ratingagentur schaffen&#8230;<br />
So jedenfalls die Vorschläge der EZB, die auf eine politische Lösung des Problems dringt.</p>
<p><strong>Zu Punkt 3: Das drohende D Rating</strong><br />
Durch das drohende D Rating werden verschiedene private Großanleger, wie Banken und Versicherungen, davon abgehalten, sich in Griechenland zu engagieren. Zu groß ist die Angst vor einem Totalverlust, denn bei einem solchen Rating gibt es die Möglichkeit der Investition, das Geld gegen einen Totalausfall zu versichern, nur noch theoretisch.</p>
<p>Abschließend kann man sagen, dass die Ratingagenturen eine große Rolle in der augenblicklichen Situation spielen. Wenn auch keine Gute.<br />
Sie sind Mitverschulder der Schuldenkrise Griechenland und heizen diese jetzt noch künstlich an&#8230;</p>
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