Jun

19

2010

BP stimmt Hilfsfond gegen Ölpest zu


Der Erdölkonzern BP hat auf Druck der US-Regierung einem Hilfsfond im Umfang von 20 Milliarden Dollar zugestimm, um daraus die Schäden der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zu finanzieren. Die Konzernleitung gab außerdem bekannt, dass die diesjährigen Dividendezahlungen an die Aktionäre vollständig ausgesetzt werden. Als Reaktion auf diese entscheidungen gab der Aktienkurs von BP weiter nach.

Der Wert einer BP-Aktie pendelte sich im Laufe der Woche bei rund 4,20 Euro ein. Im Vergleich zum Wert kurz vor der Katastrophe (7,57 Euro im April) halbierte sich der Kurs damit fast auf 56 Prozent. Für die Anteilseigner bedeutet dies einen gigantischen Kapitalverlust und man kann davon ausgehen, dass in den USA bereits diverse Klagen von Großaktionären vorbereitet werden.

Trotz des stattlichen Fondskapitals ließ US-Präsident Barack Obama verlauten, dass dies keine Obergrenze sei. Man scheint entschlossen zu sein, BP wirklich bis ins letzte zur Kasse zu bitten. Nach eigenen Angaben von BP wurden bereits 1,6 Milliarden Dollar ausgegeben, um die Katastrophe zu bekämpfen und Betroffene zu entschädigen. Die US-Regierung dagegen mahnte an, dass die Hilfen zu schleppend bei den Fischern oder entlassenen Ölarbeitenr ankämen.

Als unabhängigen Verwalter des Fonds will Obama übrigens den Staranwalt Kenneth Feinberg einsetzen. Dieser hat sich bereits durch die Verwaltung des Entschädigungsfonds für die Opfer des Anschlags auf das World Trade Center am 11. September 2001 einen Namen gemacht.

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