Die Kosten für die Ölkatastrophe werden für den Ölkonzern BP zunehmend zur Belastung. Nach neusten Angaben musste das Unternehmen bereits 2,35 Milliarden Dollar ausgeben. Und das wird wohl nur die Spitze des Eisbergs sein. Augrund schlechten Wetters könnte es passieren, dass die derzeit wenigstens teilweise Absaugung am defekten Bohrloch unterbrochen werden muss. Die BP Aktie gab weiter nach und befindet sich auf einem 14-Jahres-Tief.
Am Freitag schloss die Aktie mit einem Wert von 3,74 Euro. Das ist wieder rund 50 Cent niedriger als vor einer Woche. Die Anleger befürchten, dass noch weitere Hiobsbotschaften folgen könnten und BP gezwungen wird, sich neues Kapital zu besorgen. Werden neue Aktien zur Kapitalbeschaffung ausgegeben, so bewirkt dies, dass das Angebot an Aktien auf dem Markt steigt. Bleibt die Nachfrage gleich, bedeutet dies einen zusätzlichen Kursverfall. Die Kurssenkungen bewirken aber eine reduzierte Nachfrage, was den Verfall wieter beschleunigt.
Es wird gemunkelt, dass BP sich etwa 50 Milliarden Dollar beschaffen will, um gegen die Folgen der Katastrophe gerüstet zu sein. In Anbetracht der Tatsache, dass man gerade einem 20 Milliarden Dollar Hilfsfond zugestimmt hat, zeigt dies, dass BP mit massiv höheren Verpflichtungen rechnet, als noch vor wenigen Wochen.
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