Jul

19

2010

Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke – mit Zusatzabgaben


Die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke ist ein nicht enden wollendes Diskussionsthema. Die von der Rot-Grünen Regierung auf den Weg gebrachte Regelung zur Schließung alter Werke wird von Schwarz-Gelb torpediert. Angeblich wäre eine sichere Energieversorgung in den nächsten Jahren nur mit AKW-Hilfe möglich.Der wahre Grund ist aber wohl eher darin zu suchen, dass die vollständig abgeschriebenen Anlagen märchenhafte Gewinne bringen.

Die Atom-Lobby hat ja eigentlich in der CDU beste Kontakte und Vertreter ihrer Wünsche, aber die klammen Haushaltskassen haben offensichtlich mehr Gewicht. Zusätzlich zur Brennelementesteuer, welche die Besteuerung des Atomstroms dem aus fossilen Energieträgern angleicht, denkt man über eine weitere Abgabe nach, die Milliarden in die Staatskasse spülen soll.

Die Einnahmen sollen z.B. zur Förderung neuer regenerativer Energieformen genutzt werden. Die Stromkonzerne haben sich eine Laufzeitverlängerung sicher anders vorgestellt. Sie plädieren nun dafür, dass statt einer solchen Abgabe ein Fond erstellt wird, der dann entsprechende Ökostromprojekte finanziell unterstützt. Natürlich fließt so das Geld direkt wieder in die Kasse der Konzerne zurück, denn die Projekte werden ja von ihnen aufgelegt.

Es wird spannend zu beobachten sein, wie weit sich die Politik dem Druck der Energiebranche beugen wird und der eigentlich sehr sinnvolle Plan einer zusätzlichen Atomstromabgabe verwässert wird.

Bookmarken auf: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • MisterWong
  • Ask
  • Tausendreporter
  • Furl
  • Live-MSN
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • Newstube
  • YahooMyWeb
  • Technorati
Ähnliche Beiträge:

Einen Kommentar dazu schreiben: