Das Wachstum in der Eurozone wird derzeit vorallem von der hervorragenden Auftragslage der Deutschen Unternehmen vorangetrieben. Die Produktion wurde allenthalben hochgefahren, die Unternehmen stocken ihre Belegschaft auf. Das Arbeitsangebot ist so hoch wie seit Anfang 2008 nicht mehr. Allerdings sieht es im restlichen Europa nicht ganz so rosig aus wie hierzulande.
In den übrigen EU-Ländern ist der Trend zwar durchaus positiv, jedoch fielen die Wachstumsraten meistens etwas geringer aus als im Vormonat, außer Deutschland konnten nur Italien und Spanien bessere Raten vermelden. Einzig Griechenland verzeichnet einen Produktionsrückgang und steigende Arbeitslosigkeit, wenn auch in geringerem Umfang als im Vormonat.
Die aktuelle Lage spiegelt einen ungesunden Trend in Europa wieder: Die einzelnen Volkswirtschaften driften zunehmend auseinander, da die Ungleichgewichte verstärkt werden. Aus diesem Grund forderte der Wirtschaftsweise Peter Bofinger die Deutschen Unternehmen auf, die Löhne und Gehälter um etwa drei Prozent anzuheben. Der dadurch gestärkte private Konsum wirkt sich auch auf die anderen Länder aus, da mehr importiert wird und auch über den Tourismus Geld in die schwächeren Länder fließt. Außerdem könnte dadurch die Wettbewerbsfähigkeit dieser Länder gestärkt werden.
Arbeitgeberpräsident Hundt sieht das natürlich anders, denn durch Lohnsteigerungen würde die Konjunktur gefährdet. Die Gewerkschaften haben zwar in der Krise brav zurückgesteckt, aber wie zu erwarten versuchen die Arbeitgeber nun, an den niedrigeren Lohnkosten festzuhalten.
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