Schien die Wirtschaftskrise vor wenigen Wochen doch schon fast ausgestanden, besonders von der Politik so vertreten, trüben sich die Erwartungen nun wieder ein. Der Konjunkturindex des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim (ZEW) ging zum zweiten Mal in Folge zurück, diesmal um 4,9 Punkte auf 51,1 Punkte. Der Aufwärtstrend der Sommermonate ist also unterbrochen.
Dies lässt sich so interpretieren, dass die befragten Wirtschaftsexperten für das kommende Jahr zwar eine leichte Erholung erwarten, jedoch mit keinem markanten Wachstumsschub rechnen. Sozusagen Jammern auf hohem Niveau…
Einen positiven Effekt auf die Konjunktur übt das sich zusehends erholende Exportgeschäft aus, Sorge bereitet hingegen der private Konsum. Hier ist das Problem nach wie vor, dass die Situation auf dem Arbeitsmarkt angespannt ist und die Konsumenten sich dadurch in Zurückhaltung üben. Ein weiterer Faktor ist die wieder zunehmende Inflation: War das Preisniveau im Verlauf dieses Jahres nahezu konstant geblieben, so ziehen die Verbraucherpreise nun wieder an. Dies ist am offensichtlichsten bei den Mineralöl- und Benzinpreisen zu beobachten. Die restriktive Förderpolitik der OPEC zeigt Früchte.
Bookmarken auf:
Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.