Mai

18

2010

EU geht Hedgefonds an den Kragen

Abgelegt in Wirtschaftskrise

Heuchrecken und hochriskanten Spekulationen geht die EU an den Kragen
Die Europäische Union macht ernst: Heute legten sich die EU-Finanzminister auf ihre Position bezüglich der Regulierung von Hedgefonds fest. Sie werden nun mit dem Europäischen Parlament über entsprechende Gesetze verhandeln. Hedgefonds unterliegen bisher überhaupt keinen Regeln und haben vermutlich einen nicht unerheblichen Teil der Finanzmarktkatastrophen der vergangenen Jahre mit verursacht.
Die Finanzminister haben damit die ewige Blockade der Briten überwunden, die aus recht offensichtlichen Gründen gegen eine Regulierung der Hedgefonds sind: Rund 80 Prozent der in Europa vertretenen Hedgefonds haben ihren Sitz in England. Die EU-Ratspräsidentschaft kam Großbritannien entgegen und vertage die Entscheidung auf nach den Wahlfkampf.

Der zentrale Streitpunkt zwischen EU und Großbritannien war, dass die Briten sich einen zentralen EU-Registrierungspass für Fonds aus Drittländern vorstellten, so dass sich ein Fonds nicht in jedem einzelnen Land registrieren muss. Genau das aber wollen die übrigen EU-Länder.

Die neuen Vorschriften sollen für mehr Transparenz in einer umstrittenen Branche sorgen. Kritik an Hedgefonds wurde in der Vergangenheit aufgrund verschiedener rücksichtsloser Anlagestrategien laut. Dies waren zum einen hochriskante Spekulationen oder auch die berühmten “Hauschrecken.” Die Heuschrecken gehen dabei wie folgt und auch ziemlich rücksichtslos vor. Gesunde Unternehmen werden aufgekauft und Kapital entzogen (das auch durch Kredite aufgenommen werden muss mit gut Glück findet ein Kredite vergleichen dabei statt). Wenn das vorher gesunde Unternehmen dann überschuldet ist, wird “filetiert”, also die wertvollen Teile verkauft und das Unternehmen in seiner Urform aufgelöst und an der Insolvenz noch mal verdient.

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