Feb

19

2010

EU plant Verbesserung der Einlagensicherung

Abgelegt in Wirtschaftskrise

Um die Einlagen der privaten Sparer besser vor der Zockerei der Banken zu schützen, plant die EU eine neue Regelung zur Einlagensicherung. Demnach sollen die Banken zwei Prozent ihrer Spareinlagen in einem Fond hinterlegen. Bisher zahlen sie nur etwa 0,66 Prozent der Spareinlagen ein – und das in einen freiwilligen Fond und nur in Deutschland.

Europaweit beträgt die Gesamtsumme der aktuellen Einlagensicherheit lächerliche 23 Milliarden Euro. Zwar wurden im Zuge der Finanzkrise bereits die Einlagensicherungen erhöht. Waren zuvor nur Sparguthaben bis 20.000 Euro geschützt, sind es derzeit 50.000 Euro, ab Januar 2011 sogar 100.000 Euro. In der EU sieht man dies jedoch nur als Notlösung, um Zeit für die dringend notwendigen Strukturreformen der Einlagensicherungssysteme zu gewinnen.

Wie genau der Fond organisiert sein soll und wie die Etnschädigungswege im Ernstfall sind, darüber kann bisher nur spekuliert werden. Bereits bestehende, nationale Sicherungen sollen laut EU nicht angetastet werden, es soll lediglich dafür gesorgt werden, dass die Entschädigung der Kunden schneller vollzogen wird. Es war die Rede von einer Auszahlung binnen Wochenfrist.

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