Um die Finanzkrise Griechenlands in den Griff zu bekommen, hat der Regierungschef Papandreou seinen Landsleuten einen harten Sparkurs verordnet. Diese Woche präsentierte er die Eckdaten seines Sparprogramms, was zu Unmut in der Bevölkerung führte. Gewerkschaften kündigten einen harten Kampf an.
Da die EU von Griechenland verlangt, die Verschuldungsquote bis zum Jahr 2012 auf unter 3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu drücken, sind drastische Maßnahmen notwendig. Papandreous Notfallplan sieht vor, die Mehrwertsteuer auf 21. Prozent zu heben, das sind 2 Prozent mehr als aktuell. Bei den niedrigen Steuersätzen soll von 4,5 auf 5 prozent erhöht werden, sowie von 9 auf 10 Prozent. Die Steuern für Tabak und Alkohol werden um fast 20 Prozent angehoben. Auch Benzin und Diesel werden um einige Cent teurer.
Hart durchgegriffen wird auch auf der Ausgabenseite bei den öffentlichen Löhnen und Renten: Letztere werden eingefroren, die Nettolöhne der Angestellten im öffentlichen Dienst werden um rund 10 Prozent reduziert. Bisher erhalten die Angestellten ein 13. und 14. Monatsgehalt. Das 13. ist wie unser Weihnachtsgeld, das 14. ein Oster- und Feriengeld. Diese beiden Monatslöhne werden jedoch um 30 Prozent reduziert. Man schätzt, dass durch die Einsparungen und Mehreinnahmen etwa 4,8 Milliarden Euro zusammen kommen.
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