Apr

27

2010

Griechenland bittet nun doch um Finanzhilfen

Abgelegt in Wirtschaftskrise

Es war abzusehen, auch wenn die griechische Regierung es lange abgestritten hat: Griechenland hat nun offiziell um Finanzhilfen gebeten, um die Refinanzierung des Staatshaushalts zu gewährleisten und somit die drohende Staatspleite abzuwenden. Der Regierungschef Papandreou hat den Internationalen Währungsfond und die EU vergangenen Freitag gebeten, den geplanten Rettungsmechanismus zu starten. Durch den Druck der Spekulanten seien die positiven Effekte aus den Sparmaßnahmen in Gefahr, zunichte gemacht zu werden.

Wie bereits in einem früheren Beitrag aufgeführt, ist der Kurs der griechischen Staatsanleihen so drastisch gestiegen, dass die Geldbeschaffung durch die Staatspapiere sich enorm verteuert hat. Da die Erlöse ja im Endeffekt nur dazu genutzt werden, fällige Verbindlichkeiten zu erfüllen, dreht sich das Schuldenkarussell stetig weiter. Die Kredite von EU und IWF sollen helfen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

Hinzu kommt, dass das Statistische Amt der EU, die EUROSTAT, vergangenen Donnerstag meldete, dass das griechische Haushaltsdefizit nicht bei 12,7 sondern bei 13,7 Prozent liegt. Dies ist nun die dritte Korrektur für 2009 und selbst die ist nur unter Vorbehalt, abhängig von der Qualität der von Griechenland übermittelten Daten. Man geht davon aus, dass eine weitere Korrektur um bis zu 0,5 Prozentpunkte nach oben wahrscheinlich ist.

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