Jan

26

2009

Ninja-Kredite und die Finanzkrise 2008

Abgelegt in Wirtschaftskrise

Ninja-Kredite ist einer der vielen Begriffe, die bei der Berichterstattung über die Finanzkrise gefallen sind. Ninja-Kredit ist dabei nichts als ein anderer Ausdruck für Subprime Kredit. Das “Ninja” ist eine Abkürzung für “No Income, No Job or Assets”. Zu deutsch: kein Einkommen, keine Arbeitsstelle und keine Vermögenswerte.

Damit ist gemeint, dass der Kreditnehmer eine miserable Bonität hat, da er eben über kein Einkommen etc.verfügt, oder nur über sehr geringes. In jedem Fall zu wenig Sicherheiten, um einen Kredit zum Kauf eines Hauses abzuzahlen.  Durch die US-Politik, dass jeder US-Bürger doch ein eigenes Häuschen haben möge, wurde von den Banken erwartet, eine entsprechende Kreditversorgung zu gewährleisten. Die Banken ließen sich nicht zweimal bitten und boten 100% Finanzierungen für Immobilienkäufe an. Bei schlechter Bonität des Kreditnehmers wurden eben höhere Zinsen vereinbart, um das Risiko auszugleichen – Kreditvergleich Fehlanzeige, da die Immobilien später ja wieder gewinnbringend verkauft werden sollten. Die Ninja-Kredite wurden massenhaft unters Volk gebracht, die Verkäufer sahnten dabei reichlich Provisionen ab und wurden dadurch angestachelt, noch mehr Ninja-Kredite zu vergeben – bis irgendwann die Blase platzte, weil trotz der hohen Zinsen (oder gerade weil…) die Verluste überwogen.

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