Der Rettungsplan zur Stabilisierung des von der Pleite bedrohten Griechenland hat nun konkrete Formen angenommen. Heute kommen Vertreter des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Europäischen Zentralbank (EZB), der EU-Kommission und Griechenlands zusammen, um das Paket zu schnüren. Die bekannten Eckpunkte der Maßnahmen sind jedoch offensichtlich so überzeugend, dass die Finanzmärkte heute aufatmeten.
Konkret sieht das so aus, dass die Euro-Länder und der IWF Griechenland mit abrufbaren Krediten bis zu 45 Milliarden Euro unter die Arme greifen. Davon tragen die Euro-Länder 30 Milliarden. Die Last wird in der EU gemäß den Anteilen am Kapital der EZB übernommen, somit entfallen auf Deutschland 19 Prozent. Die in Aussicht gestellte Kreditlinie ist deutlich höher als der gesamte Refinanzierungsbedarf Griechenlands. Die Kredite werden zu einem Zins von 5 Prozent vergeben. Die bisherigen Kreditmöglichkeiten für Griechenland lagen bei 7 Prozent.
Dies sorgte dafür, dass einerseits die Kurse der griechischen Anleihen deutlich unter die Höchstmarke von vergangener Woche fielen. Andererseits stieg das Vertrauen in den Euro wieder an, er notierte heute morgen bei 1,3691 Dollar, in der vergangenen Woche noch unter 1,35 Dollar.
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