Die Finanz- und Schuldenkrise überschatten das diesjährige Weltwirtschaftsforum in Davos und stellen wieder einmal das Hauptthema des Treffens dar. Hochrangige Politiker, Banker und Manager, aus aller Herren Länder haben sich in der Schweiz zusammen gefunden, um darüber zu debattieren, wie es mit Europa weitergehen soll. Die Eurokrise und die Fragen um die Schuldenkrise in Griechenland stehen wieder einmal Vordergrund.
Der westliche Kapitalismus steht in Davos unter schwerer Kritik und passe einfach in seiner jetzigen Form nicht mehr in die Welt. Neuesten Umfrageergebnissen zufolge, haben die Menschen kein Vertrauen mehr in Politiker, Banker und Unternehmer.
Merkel wehrt sich gegen weitere Ausweitung des Euro-Rettungsschirms
Die Kanzlerin weht in Davos ein frischer Wind um die Ohren, Deutschland solle sich der Verantwortung stellen. Merkel warnte jedoch davor, den Euro-Rettungsschirm noch weiter auszudehnen. Deutschland dürfe finanziell nicht überlastet werden. Damit reagierte die Kanzlerin auf die Forderungen Italiens und der IWF-Chefin Lagarde. Laut Lagarde seien weit mehr als die geplanten 500 Milliarden Euro zur Stabilisierung der wankenden Schuldenländer nötig.
Der Euro-Rettungsschirm müsse massiv aufgestockt werden, da neben Italien auch Spanien massiv von der Schuldenkrise bedroht sei. Da Deutschland derzeit die Hauptlast der Rettungsgelder trägt, lehnte Merkel eine weitere Aufstockung vorerst ab. Im März kommt es zu einer weiteren Prüfung der EU-Staats- und Regierungschefs, bei der entschieden werden soll, ob der Euro-Rettungsschirm erhöht werden soll oder nicht.
Occupy protestiert gegen das Weltwirtschaftsforum
Währenddessen protestieren Anhänger der Occupy-Bewegung vor dem Tagungsort in Davos. Etwa 50 Occupy-Aktivisten übernachteten in Zelten und Iglus, um ein Zeichen gegen das Weltwirtschaftsforum zu setzen. Das Weltwirtschaftsforum sei eine undemokratische Veranstaltung, die Masse des Volkes habe keinerlei Recht, wichtige wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen. Diese würden lediglich von der Elite getroffen und mache ein Mitspracherecht unmöglich.
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