Dez

18

2008

Von der Finanzkrise 2008 zur Wirtschaftskrise 2009

Abgelegt in Wirtschaftskrise

Wie im letzten Beitrag zur Finanzkrise beschrieben, konnten die Banken ihren Liquiditätsbedarf nicht mehr über den Verkauf der Forderungen decken. Der Interbankenhandel kam fast zum Erliegen und somit entstand ein hoher Liquiditätsbedarf. Dies zeigte sich daran, dass die Zinssätze für Interbankkredite nach oben schnellte und deutlich über den Zentralbankleitzinsen lagen.

In der Folge davon stiegen natürlich auch die Kreditzinsen für die Privaten. Da unsere Wirtschaft aber von Krediten abhängig ist, um kostenintensive Prozesse wie beispielsweise die Automobilproduktion am Leben zu erhalten, machte sich die Finanzkrise auch schnell in der Realwirtschaft bemerkbar: Unternehmen mussten größere Sicherheiten nachweisen, um Kredite zu erhalten und obendrein erhöhten sich die Kosten für Fremdkapital. Dies führt dazu, dass Investitionen zurückgestellt werden.

Ein weiterer Effekt der Finanzkrise war, dass die Konsumenten unsicher bezüglich ihrer Spareinlagen waren und viel privates Vermögen durch fallende Aktienkurse und Fondswerte verloren ging. Auch im privaten Konsum werden in einer solchen Situation größere Investitionen verschoben – das Ergebnis war ein Einbruch diverser Absatzmärkte wie zum Beispiel für Automobile. Nun hängt an der Automobilbranche eine Vielzahl von Zulieferbetrieben auf der ganzen Welt. Produktionsdrosselungen bei den Automobilherstellern führen zu Drosselungen in der Zulieferindustrie, es entstehen Überkapazitäten, welche einen Abbau der Kapazitäten bewirken: Arbeitsplätze gehen verloren. Das führt zur weiteren Verunsicherung der Konsumenten, die Konsumausgaben sinken weiter, die Spirale dreht sich abwärts.

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2 Reaktionen zu “Von der Finanzkrise 2008 zur Wirtschaftskrise 2009”

  1. Nathan, am 5. August 2009:

    Der Deutschen Wirtschaft geht es schlecht, wenn man allem so glauben schenken darf
    was sich in den Medien an Gerüchten tummelt. Während die einen denken eine Verstaatlichung
    sei der beste Weg aus der Weltwirtschaftskrise, malen sich andere schon den Supergau aus.
    Widerum andere sehen schon wieder das Licht am Ende des Tunnels.
    Ist die weltweite Rezession vorbei? Doch selbst schlechte Nachrichten sind in Wahrheit
    gute Nachrichten, das sagt zumindest die Wissenschaft. Warten wir ab, was uns noch zu
    erwarten hat.

  2. Heike, am 17. August 2009:

    Gutenberg hat mit seinem Wirtschaftsministerium mal wieder tolle Arbeit bewiesen.
    Die Rezession ist vorbei!!! Olé olé!!! Jetzt ist dann wieder alles normal, wie vor den
    zahlreichen Krisen. Die letzten Jahre (vor 2007) hatten wir einen Aufschwung, der seines
    Gleichen gesucht hat – trotzdem wurden Menschen entlassen um später wieder in Zeitarbeitsfirmen
    für den ehemaligen Arbeitgeber arbeiten zu können (natürlich mit weniger Geld in den Taschen).
    Ich finde die Gesellschaft braucht so eine Krise, um endlich aufzuwachen und sich nicht
    alles von der Regierung und den Lobbyisten diktieren zu lassen. Wann werden wir endlich wach?
    Ich hoffe nicht allzu spät…

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