Diese Woche veröffentlichte die OECD ihren vorläufigen Report. Die Prognosen für Deutschland sind ziemlich düster: Für das Jahr 2009 wird ein Rückgang des realen Bruttoinlandproduktes (BIP) um 5 Prozent erwartet, erst 2010 soll es sich wieder fangen. Die Arbeitslosigkeit dagegen wird bis weit ins Jahr 2010 steigen. Als Hauptproblem wird der Produktmix der deutschen Exporteure aufgeführt.
Da wir auf den Export von Investitionsgütern spezialisiert sind, hängen wir extrem von der internationalen Konjunktur ab. Dei Binnennachfrage ist vorerst einigermaßen stabil, da in den Tarifabschlüssen des vergangenen Jahres gut Zuschläge erzielt wurden. Dazu kommt, dass die Teuerungsrate gering ist, was gleichzeitig eine geringe Inflation bedeutet. Auch die Abwrackprämie wirkt sich vorübergehend stabilisierend aus. Allerdings ist dies eine Vorverlagerung der Ausgaben für mittelfristige Invesitionsgüter. Im Jahr 2010 werden die inländischen Autoverkäufe dementsprechend abnehmen und eine Erholung des Exportes wird nötig sein, um keinen weiteren Einbruch zu erleben.
Die Kurzarbeit hat im ersten Quartal 2009 massiv zugenommen, was zeigt, dass der Arbeitsbedarf der Unternehmen gesunken ist. Dies wird sich auch im weiteren Verlauf des Jahres nicht verbessern. Prognostiziert ist eine Arbeitslosenquote von 12 Prozent zum Ende des Jahres 2010 hin.
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