Jan

13

2009

Wirtschaftskrise 2009 -Droht Deflation?

Abgelegt in Wirtschaftskrise

Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, hat für das kommende Jahr eine Deflation statt Inflation prognostiziert. Inflation bedeutet, dass die Güterpreise im Durchschnitt steigen, Deflation das Gegenteil. Der Verbraucher fragt sich jetzt sicher, was denn daran schlimm sein soll. Sinkende Preise bedeuten doch auch, dass man mehr für sein Geld bekommt, also mehr konsumieren kann. Das stimmt ja auch, die entscheidende Frage ist nur, wann konsumiert wird. Ein gutes Beispiel dafür ist der Kauf eines Computers. Jetzt im Januar wird das kaum jemand machen, weil ja im Frühjahr die Cebit ist und danach die jetzt noch aktuellen Modelle viel günstiger sind, da es ja dann Neuheiten geben wird. Der Konsum wird also auf einen späteren Zeitpunkt verlegt. Wenn die Konsumenten davon ausgehen, dass die Preise weiter fallen, werden sie ihre Ausgaben für mittel- und langfristige Güter zurückstellen und abwarten – der Konsum nimmt ab. Dadurch sinkt die Produktion und folglich auch der Umsatz und die Beschäftigung. Deflation bewirkt also eine Verstärkung der aktuellen Krise. Ob es tatsächlich so kommt, wird sich zeigen.

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