Das Herbstgutachten der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute wurde im Verlauf dieser Woche veröffentlicht. Das erfreuliche daran ist, dass sie ihre Prognosen deutlich im positiven Sinne korrigieren mussten. Wurde im Frühjahr noch geschätzt, dass dieses Jahr ein Minus von 6 Prozent des BIP (Bruttoinlandsprodukt) verkraftet werden muss, geht man nun von 5 Prozent aus. Für das Jahr 2010 hatte man damals mit einem Minus von 0,5 Prozent gerechnet, die aktuelle Prognose lautet dagegen Plus 1,2 Prozent.
Die Verbraucherpreise werden wohl wenig ansteigen. In diesem Jahr geht man von einer Erhöhung um 0,3 Prozent aus, in 2010 von 0,6 Prozent.
Sorgen bereitet nach wie vor der Arbeitsmarkt: Für das laufende Jahr gehen die Institute von einer Arbeitslosenquote in Höhe von 8 Prozent aus, was in absoluten Zahlen einer durchschnittlichen Arbeitslosenzahl von 3,47 Millionen entspricht. Im kommenden Jahr wird sich die Situation nach Ansicht der Experten weiter verschärfen, man rechnet mit einer Quote von 9,4 Prozent, absolut 4,075 Millionen Erwerbslose.
Durch sinkende Steuereinnahmen und gestiegene Staatsausgaben für Konjunkturmaßnahmen wir das Haushaltsdefizit in diesem Jahr auf eine Quote von 3,2 Prozent kommen und in 2010 einen Sprung auf 5,2 Prozent machen.
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