Durch die Wirtschaftskrise ist das Staatsdefizit in etlichen großen Industrieländern sprunghaft angestiegen. Die Zentralbanken stellen fast zum Nulltarif Unmengen an Geld zur Verfügung, mit dem die Banken spekulieren. Durch diese Tendenzen steigt täglich das Risiko einer Krise, welche noch schlimmer ausfallen kann als die letzte: Exzessive Inflation der wichtigsten Währungen.
Das Problem liegt in dem Wachstumswahn, der alle relevanten Institutionen ergriffen hat, von den Regierungen über die Privatwirtschaft bis hin in die privaten Haushalte. Das Kreditwesen ist zu einem wahren Monster herangewachsen. Unternehmen finanzieren Fusionen auf Pump, versuchen mit riskanten Geschäftsmodellen an Kredite zu kommen, um immer schneller zu wachsen. Im Endeffekt werden dabei Gelder vernichtet, wie man sehr gut am Beispiel der Fusion und späteren Trennung von Daimler und Crysler sehen kann. Die Regierungen finanzieren Wahlgeschenke per Kredit, um an der Macht zu bleiben, sie versuchen wichtige Konsolidierungsphasen wie die Bereinigung der Finanzbranche in der Finanzkrise 2008 zu überbrücken, indem die Staatsausgaben ins unermessliche hochgefahren werden. Statt in den fetten Jahren die Ausgaben zu drosseln und Defizite abzubauen, schreien dann alle Fraktionen nach Verteilung der Einnahmen.
Private finanzieren Urlaube und Schönheitsoperationen durch Kredite und spielen das Spiel der Großen mit. Wenn nicht bald ein essentielles Umdenken in allen Bevölkerungsschichten erfolgt und wir unseren Konsumhunger auf ein vernünftiges Maß herunterschrauben, werden wir früher oder später ein Platzen der Wachstumsblase erleben, welches alle bisherigen Wirtschaftskrisen in den Schatten stellen wird.
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