Die Wirtschaftskrise macht sich in den schwächeren EU-Ländern bemerkbar: Die Haushaltsdefizite von Griechenland und Portugal explodieren. Die Schlagzeilen um Griechenland waren in den vergangenen Wochen beachtlich, da der Staat praktisch vor der Pleite steht. Mit einem Haushaltsdefizit von 12,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes überschritt er die Obergrenze des EU Stabilitätspaktes von 3 Prozent bei weitem.
Die EU hat nun den griechischen Haushalt mehr oder minder unter ihre Kontrolle gebracht, damit diesmal auch wirklich ein Konsolidierungskurs gefahren wird. Die letzte Regierung hatte laut Spiegel nämlich mit professioneller Hilfe in Form von Goldman Sachs stark geschönte Statistiken an Brüssel geliefert. Laut deren Prognose sollte das Defizit in 2009 gerade einmal 3,7 Prozent betragen, die wahre Zahl war erst nach dem Regierungswechsel durch den neuen sozialistischen Ministerpräsidenten Georgios Papandreou bekannt gegeben worden.
Ähnlich dramatische Zahlen verlauten derzeit aus Protugal, wo das Haushaltsdefizit in 2009 bei 9,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes lag. Zwar kündigte die sozialistische Minderheutsregierung um Ministerpräsident José Socrates ein striktes Sparprogramm zur Haushaltskonsolidierung an, Opposition und Gewerkschaften torpedieren dies allerdings, wo sie nur können.
Die Finanzmärlte werden nun zunehmend nervös, da durch die beiden Risikoländer die Stabilität des Euro in Gefahr gerät.
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