Die drohende Staatspleite Griechenlands schockiert die Währungsmärkte und Börsen. Um die Stabilität des Euro nicht noch weiter zu gefährden, diskutiert die EU derzeit diverse Möglichkeiten. Gerüchten zufolge ist auch im Gespräch, dass Deutschland im Ernstfall zu Direkthilfen bereit wäre. In jedem Fall sollen die Hilfen an harte Auflagen gebunden sein.
Die Währungsstabilität hat für EZB und EU oberste Priorität und Griechenland kann nur Unterstützung erwarten, wenn es seinen maroden Staatshaushalt radikal saniert und umstrukturiert.
Schon jetzt muss Griechenland regelmäßig Berichte nach Brüssel schicken, unter dessen Aufsicht die griechischen Staatsfinanzen gestellt wurden. Um das Defizit von über 12 Prozent des Bruttoinlandsproduktes in den Griff zu bekommen, hat die Regierung drastische Maßnahmen angekündigt. Das erklärte Ziel ist es, die Verschuldung bis 2012 so weit zu drücken, dass der Stabilitätspakt von 3 Prozent wieder eingehalten wird.
Erste Maßnahme soll die Absenkung der Löhne im öffentlichen Dienst sein – inklusiver aller Minister. Dazu soll es einen Einstellungsstop im öffentlichen Dienst geben – für fünf Beamte, die in Rente gehen, soll nur ein neuer eingestellt werden. Außerdem soll eine härtere Gangart gegen Steuerhinterziehung eingelegt werden. Es bleibt abzuwarten, wie konsequent dies alles umgesetzt wird. Und es wird sich zeigen, ob Deutschland mal wieder als die Milchkuh der EU genutzt wird.
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