Der Ifo Geschäftsklimaindex ist im Februar von 95,8 auf 95,2 leicht gesunken. Nach 10 Monaten ungebrochenem Anstieg ist dies der erste Rückgang. Für Experten kommt dies Überraschend, man hatte mit einem Anstieg auf über 96 Punkte gerechnet. Der maßgebliche Faktor für den Rückgang ist der Einbruch beim Einzelhandel, der auf das schlechte Wetter zurückzuführen ist.
Obwohl im Baugewerbe momentan witterungsbedingt etwas Stagnation vorherrscht, da bei Frost und Schnee jede offene Baustelle ruh, beurteilen die Bauunternehmen die Geschäftslage insgesamt positiv. Man geht von einer weiteren Verbesserung der Auftragslage für die kommenden Monate aus.
Das verarbeitende Gewerbe ist mit der aktuellen Geschäftslage kaum unzufriedener als im Vormonat. Auch hier erwartet man für die kommenden Monate positive Impulse, die insbesondere vom Export ausgehen. Die Industrieunternehmen wollen den Beschäftigungsabbau deutlich verlangsamen.
Die führenden Analysten sind von der negativen Entwicklung überrascht worden. Das Wetter hat im wahrsten Sinne des Wortes die Prognosen verhagelt. Gerade der Konsumrückgang mit den Folgen für den Einzelhandel sind ein deutliches Zeichen, dass einerseits das Wetter die Nachfrage nach Frühjahrsware stark gebremst hat. Andererseits überlegen sich die Konsumenten zweimal, ob sie auf Glatteis zum Shoppen gehen oder lieber am Kamin sitzen bleiben. Insofern ist davon auszugehen, dass es sich bei dem Rückgang um einen Ausreißer handelt, der schnell wieder korrigiert wird.
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